Musikfreunde „Spiel voran“ Menden-Hemer, feiern die Silbermedaille bei der Deutschen Meisterschaft. Eine hervorragende Auszeichnung für Engagement, Fleiß und Teamgeist

Am ersten Juniwochenende, knapp ein Jahr nach der erfolgreichen Qualifizierung  zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Spielleute in Osnabrück, hieß es für die Musikfreunde „Spiel voran“ Menden-Hemer Anspannung fallen lassen, Ruhe bewahren und noch einmal alles an vorhandener Konzentration aufbringen.

Nach dem Wertungslauf im Sportpark Illoshöhe in Osnabrück
Foto: Dietmar Anlauf

Grund dafür, nichts geringeres als der Wunsch einer erfolgreichen Teilnahme und natürlich einem guten Abschneiden im landesweiten Vergleich mit den Kameradinnen und Kammeraden im Rahmen des Deutschen Musikfestes, welcher der anspruchsvollste bundesweite Musikwettbewerb der Spielleutemusik verkörpert. Die dort angetretenen Ensembles unterschiedlichster Kategorien wurden von einer renommierten internationalen Fachjury beurteilt. Die Wertungsspiele der Marschmusik sind sowohl Teil der Blasmusik als auch der Spielleutemusik. Zwar sind in Fachkreisen wenige Kritiker der Auffassung, dass diese Musik eher militärisch und nicht mehr zeitgemäß sei. Dem muss an dieser Stelle aber widersprochen werden, denn gerade heute behält das Musizieren in der Bewegung in der Öffentlichkeit einen sehr hohen Stellenwert. Die oftmals vorgetragenen Märsche gehören zu der ältesten Musikform und stellen damit unanfechtbar ein hohes kulturelles Erbe dar. Aber gerade hier bewiesen die Musikfreunde, von Beginn an ihrer Darbietung, dass Marschmusik nicht gleich Schlafmusik bedeutet. Mit Musiktiteln, wie „I will survive“ und „It’s raining Man“ zauberten sie den zahlreichen Zuhörern und vielleicht auch den Juroren bei strahlendem Sonnenschein ein Lächeln in die Gesichter und sorgten dafür, dass Füße, Hände und Köpfe in rhythmische Bewegungen verfielen. Die Marschmusik ist und bleibt daher neben dem konzertanten Bühnenspiel eine Musikausübung mit eigenständiger Gewichtung und Wertigkeit.

Voller Erleichterung und sichtlich stolz, ging es im Anschluss an das eigene Wertungsspiel zum anfeuern und begutachten der oftmals befreundeten „Konkurrenz“. Am Abend des kräftezehrenden Tages, dann die ersehnte Verkündung, der Punktrichter. Unfassbar.

Mit Jubel und Begeisterung, dürfen die Musikfreunde die Silbermedaille in Empfang nehmen und inoffiziell sogar den Titel des Vizelandesmeisters der Liga 2 der Spielleute tragen, da sie die Zweitbesten aus NRW sind.

Ein Garant dafür, dass sich die viele Arbeit, die zahlreichen Proben, der Aufwand und die enorme Zeit der Vorbereitung bezahlt gemacht haben.

Durch eine erfolgreiche Teilnahme der einzelnen Vereine wird der Konzertwettbewerb der Deutschen Meisterschaft „Spielleute“, bundesweit zum hochwertigsten Konzertwettbewerb im gesamten Spielleutebereich. Am Ende steht vor allem der qualitative Leistungsvergleich. Dadurch erfährt die Spielleutemusik eine stetige Weiterentwicklung in ihrer Literatur und ihren Besetzungsformen.

Ob die Musikfreunde jetzt Blut geleckt haben und weitere Qualifizierungen ins Vereinsvisier nehmen, wollte man sich noch offen lassen.  Einer Sache ist man sich aber im ganzen Verein sicher. Vieles hat sich in den vergangenen Jahren getan. Wo anderer Orts die Vereinsarbeit immer schwieriger wird, dort setzt „Spiel voran“ aktiv mit ihrer Jugendarbeit an und macht sich daher aktuell keine Sorgen um schwindenden Nachwuchs. Das zeigt sich auch durch ihr stetig wachsendes Flötenorchester, welches neu gegründet, im vergangenen Jahr bereits mit dem Prädikat „Gut“ ausgezeichnet wurde. Und auch das erst kürzlich gefeierte doppelte Geburtstagsfest zu ihrem 30-jährigen Bestehen, lässt auf eine weitere lange und erfolgreiche Zukunft hoffen. Gerne auch mit weiteren erfolgreichen Nachrichten über außerordentliche Leistungen.

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